Barf bedeutet auf deutsch „biologisch artgerechtes rohes Futter“. Wie bei allen Futterarten gibt es Vorteile und Nachteile beim barfen. In den letzten Jahren hört man vermehrt, das immer mehr gebarft wird. Woher kommt der Trend?

Warum Barfen:
–    gesundheitliche Probleme des Hundes (Haut / Magen-Darm)
–    Futtermittelunverträglichkeit
–    Verhaltensauffälligkeiten des Hundes (Agression)
–    zu hohes Körpergewicht
–    mangelnde Transparenz von Fertigprodukten
–    Futtermittelskandale in der Vergangenheit

Gefahren für den Hund:
–    Mangel an wichtigen Nährstoffen oder Überversorgung
–    z.B. Calciumüberversorgung durch zu hohe Knochen Mengen
–    Übertragung von Krankheiten durch das rohe Fleisch

Gefahren für den Menschen:
Durch den Verzehr von Frischfleisch kann der Hund vermehrt Salmonellen ausscheiden, der Mensch kann sich mit den Salmonellen beim verarbeiten des rohen Fleisches oder durch den Hund anstecken.

Empfehlung: nutzt man rohes Tiefkühlfleisch, das direkt beim Erzeuger eingefroren wurde, werden die Hygiene Risiken vermindert.

Wie barft man:
Man startet mit einer Futtermenge von 2% des Körpergewichtes. Hält der Hund sein Gewicht, ist die Menge perfekt. Nimmt der Hund ab muss die Menge etwas erhöht werden.

z.B. Hund 20 kg
400g Tagesration
20% Pflanzlich (80g)
80% Fleisch (320g) (Muskelfleisch, Innereien und Knochen)

Muskelfleisch
Es ist wichtig regelmäßig Fleisch und Fleischsorten und Innereien zu wechseln, da Muskelfleisch und Innereien unterschiedliche Nährstoffe enthalten, die der Hund alle braucht.
Gulasch vom Rind, Puten- und Truthahn, Kalb, Maul und Schlundfleisch, Rinderzunge, Rinderherz, Pferdeherz, Antilope

Innereien:
max. 1 x die Woche eine mittelgroße Leber, Rinderlunge, Rinderleber, Pferde oder Hirschleber, Rinderniere, Euter, Kalbsblase, Pansen und Mägen von Rindern und Lämmern, Fisch oder Fischöl

Rohe Knochen (2-3 Knochen je Woche)
Rückenknochen, Markknochen vom Rind, Pferdeknochen, Nackenknochen, Lammknochen

Milchprodukte & Ei:
wie Quark, Joghurt, Hüttenkäse, Eigelb (max. 2-3 die Woche)

Gemüse & Obst:
Gemüse dämpfen und pürieren, da der Hund ganze Gemüsestücke nicht aufspalten kann.
Öle sind wichtig, da der Hund sie braucht um die Fettlösliche Vitamine aus dem Gemüse zu lösen

Wichtig: kein rohes Schweinefleisch, da es Krankheiten übertragen kann. Schweinefleisch muss immer gut durchgebraten werden

Um den Hund auf das neue Futter umzustellen, sollte man langsam starten und ihm ein paar Tage lang einen Teil seines bisherigen Futters gegen rohes Fleisch ersetzen. Verträgt er es, kann die Menge gesteigert werden.

Häufig erwähnte Vorteile beim Barfen:
–    der Hund riecht nicht (wie beim Trockenfutter)
–    der Hund hat keinen Mundgeruch
–    saubere Zähne
–    geringere Kot Menge mit neutralem Geruch, da nicht mehr so viele Abfälle ausgeschieden werden

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