Bei einer Magendrehung des Hundes werden der Eingang (Speiseröhre) und der Ausgang (Darm) verschlossen, Blutgefäße werden abgeschnürt, dies verschlechtert den Kreislauf des Hundes und kann zu einem Kollaps führen. Dadurch, dass der Magen verschlossen ist können Gase nicht ausweichen, der Magen bläht sich auf und der Bauch wird hart. Eine Magendrehung ist sehr gefährlich, achten Sie auf die Symptome und handeln Sie sofort. Jede Minute kann Wertvoll sein. Rufen Sie sofort beim Tierarzt an und ergreifen Sie vorbeugende Maßnahmen.

Symptome einer Magendrehung:
•    aufgeblähter Bauch, klingt hohl beim Klopfen
•    der Hund versucht zu erbrechen, schafft es aber nicht
•    der Hund ist sehr unruhig: hinlegen, aufstehen, sitzen …
•    die Atmung wird anstrengend, hechelnd
•    die Schleimhäute werden fast weiß
•    der Speichelfluss ist sehr hoch
•    evtl. Piepsen vor Schmerz
•    der Puls wird flach
•    im fortgeschrittenen Stadium kann der Hund weder gehen noch stehen

Ursachen einer Magendrehung:
Die genauen Ursachen für eine Magendrehung sind leider nicht geklärt, es gibt einige bekannte Risikofaktoren und Hypothesen, die noch nicht belegt wurden:

•    ein doppeltes Risiko kann entstehen, wenn täglich eine große Menge gefüttert wird (die Folge ein vergrößerter Magen und gedehnte Magenbänder)
•    dreifaches Risiko, wenn regelmäßig nur eine einzige Futtersorte verabreicht wird (Elwood CW: Risk factors for gastric dilatation for Irish setter dogs. J. Small Anim Pract 1998)
•    bei großen Rassen ab 60 cm Schulterhöhe häufiger
•    erhöhter Stress
•    erblicher Genpool
•    Bewegung nach der Fütterung
•    Höhe der Futterschüssel (sollte auf dem Boden stehen)

Die Zugabe von Tischresten ins Futter wirkt stark mindernd auf das Risiko des Magendrehens (59%) die Zugabe von Dosenfutter verringert das Risiko um 28%.
(Glickman LT, Glickman NW, Schellenberg NW: Multiple risk factors for the gastric dilatation-volvulus syndrome in dogs: a practitioner/owner case-control study. J Am Anim Hosp Assoc 1997).

Magendrehungen treten häufiger bei folgenden Rassen auf
(Risikofaktoren im Zusammenhang mit der Magendrehung des Hundes, Studie der freien Universität Berlin, im Fachbereich Veterinärmedizin):

•    Deutscher Schäferhund 26%
•    Deutsche Dogge 9,75%
•    Mischlinge (8,28%)
•    Dobermann (6,46%)
•    Biard (6,12%)
•    Berner Sennenhund (5,33%)
•    Riesenschnauzer (3,63%)

Das Durchschnittsalter der Hunde, bei denen eine Magendrehung aufgetreten ist liegt bei ca. 7 Jahre

Durch welche Maßnahmen kann man eine Magendrehung Vorbeugen:

•    Die Tagesration Futter auf 2 Mahlzeiten aufteilen
•    Die Futterschüssel auf den Boden stellen
•    Nach dem Füttern nicht toben
•    Nicht immer das gleiche Füttern
•    Beim Trockenfutter beachten, dass es nicht zu fetthaltig ist und kein Futter mit Zitronensäure (Ascorbinsäure) geben

In den USA ist die Magendrehung die zweit häufigste Todesursache bei Hunden. In den letzten 30 Jahren hat sich die Sterberate um 1500% gesteigert.

Zusammengefasst kann man sagen, dass es es jeden treffen kann auch kleine Hunde, auch wenn sie ein geringeres Risiko haben. Habt Ihr Erfahrungen mit Magendrehung, wie war es bei euch?