Wurmkur für Hunde
Es gibt viele verschiedene Ansichten, wie häufig Hunde entwurmt werden sollten. 2 bis 4 mal im Jahr sind die häufigsten Empfehlungen. Oder man entwurmt gar nicht präventiv, sondern nur nach einer Kotuntersuchung.

Vorteile einer präventiven Entwurmung:

  • Oft merkt man einen Wurmbefall gar nicht

Nachteile

  • Zu viele Wurmkuren können schaden, da es der Darmflora schadet
  • Eine Immunisierung der Würmer gegen das Wurmmittel
  • Nicht jede Wurmkur hilft gegen alle Wurmarten

Wie oft sollte man eine Wurmkur geben

Maximal sollte man eine Wurmkur nicht häufiger als 4 x im Jahr geben.

Erst Kotprobe, dann Entwurmung

Um eine aussagekräftige Kotprobe beim Tierarzt untersuchen zu lassen, sollte man den Kotproben von mindestens 3 Tagen zur Untersuchung mitbringen, da Eier nicht in jedem Stuhlgang ausgeschieden werden.

Vorteile

  • Man weiß nach einer Kotuntersuchung und einem positiven Befund um welche Würmer es sich handelt und kann gezielt das richtige Gift verabreichen

Nachteile

  • Es kann sein, das eine Kotprobe trotz Wurmbefall keinen Befall zeigt. Der Wurmbefall kann zum Beispiel nicht in der Zeit der Eiablage und der Befruchtung nachgewiesen werden, wenn keine Eier oder Larven ausgeschieden werden.
  • Eine Kotuntersuchung ist meist teurer, als die präventive Gabe einer Wurmkur

Anzeichen für einen Wurmbefall

Bei einigen Anzeichen sollte man eine Wurmkur verabreichen, bzw. den Kot auf den genauen Wurmbefall untersuchen:

  • strubbeliges und stumpfes Fell (nicht Rasse üblich)
  • Gewichtsreduktion, trotz Aufnahme der gleichen Futtermenge
  • Atemnot
  • Unlust oder schwäche
  • Bei einem Flobefall sollte man von einem Wurmbefall ausgehen, da Flöhe Überträger von Wurmeiern sind

Wurmkur Präparate könnt ihr bei eurem Tierarzt bekommen oder hier online bestellen.



 

Was für Wurmarten gibt es

Bandwürmer
Es gibt eine Vielzahl von unterschiedlichen Bandwürmern, die meist ungefährlich sind und erst ab einem extremen Befall zu Verdauungsstörungen und Mangelerscheinungen beim Hund führen. Oft zeigen Hunde das sie Befallen sind in dem sie „Schlitten fahren“ (auf dem Popo rutschen)

Hakenwürmer
Hakenwürmer können auf den Menschen übertragen werden, Sie treten vor allem in den Tropen und Südtropen auf. Gerade Welpen, die von der Mutter gesäugt werden können in dem Zeitraum befallen werden. Symptome sind Abmagerung, Schwäche, Durchfall und Austrocknen.

Peitschenwürmer
Der Peitschenwurm verursacht leichten Durchfall, oft magern die Tiere etwas ab, Jungtiere bleiben im Wachstum zurück. 4% der Haushunde in Deutschland sind von dem Wurm befallen. Über eine Kotuntersuchung kann der Parasit nachgewiesen werden.

Spulwürmer
Erwachsene Hunde zeigen oft keine Symptome, jedoch sind Welpen vom Wurmbefall gefährdet, da sie sich schon im Mutterleib mit den Würmern infizieren können.

Fuchsbandwurm & Hundebandwurm
Der Rotfuchs ist der häufigste Hauptwirt des Fuchsbrandwurms, er tritt vermehrt in der Schweiz im Kanton Thurgau und in Deutschland in der Schwäbischen Alb auf. Der Hund kann den Wurm auf den Menschen übertragen. Besonders Mäusefänger sind gefährdet, da Mäuse die Infektionsquelle Nummer 1 für den Fuchsbandwurm sind. Symptome: Für den Hund ist der Wurm nicht gefährlich, aber wenn er auf uns Menschen übertragen wird und man nicht Behandelt kann dies zum Tod führen. In der Leber und in anderen Organen können Tumoröse Veränderungen ausgelöst werden. Besonders in Regionen in denen der Wurm häufig anzutreffen ist sollte man de Hund regelmäßig mit Speziellen Giften entwurmen. Beim Menschen kann eine Infektion über das Blut nachgewiesen werden.


Weitere Parasiten, die den Magen-Darm-Trakt befallen können sind:

Kokzidien
bewirken Durchfall (wässrig hell bis blutig). Nachweis nur über Kotproben, resistent vor Reinigern und Desinfektionsmitteln, jedoch Hitzeempfindlich bei über 50 Grad C

Giarien
Giarien sind Dünndarmparasiten, nicht alle Tiere werden krank von den Parasiten, manche sind nur Träger und Ausscheider und leiden an keinen Symptomen. Hunde mit Krankheitszeichen haben andauernd Durchfall mit hellbreiigem und stinkendem Kot, dieser kann mit Blut oder Schleim beigemischt sein. Therapie: Medikamente + Umgebungsbehandlung, da Giarien sehr widerstandsfähig sind und 3 Monate in feuchter Umgebung überleben können